1992 soll Michael Jordan rund 20 Millionen US-Dollar von Nike erhalten haben – mehr als die gesamte jährliche Lohnsumme der indonesischen Fabriken, die damals Nike-Schuhe produzierten.
Hintergrund: Der Vergleich stammt aus den frühen 1990er-Jahren, als Nike wegen der Arbeitsbedingungen und niedrigen Löhne bei asiatischen Zulieferbetrieben stark in die Kritik geriet. Wichtig dabei: Es handelte sich nicht um direkte Nike-Angestellte, sondern um Beschäftigte unabhängiger Fabriken, die im Auftrag von Nike produzierten.
1994 berichtete die South China Morning Post unter Berufung auf das Buch „Global Dreams“, Michael Jordan habe 1992 rund 20 Millionen US-Dollar für die weltweite Werbung für Nike erhalten. Diese Summe sei höher gewesen als die gesamte jährliche Lohnsumme der indonesischen Fabriken, in denen Nike-Schuhe hergestellt wurden.
Die Geschichte wird heute teilweise mit Malaysia erzählt. Die gut dokumentierte historische Version bezieht sich jedoch auf Indonesien. Sie wurde damals zu einem besonders eindrücklichen Symbol für die enormen Einkommensunterschiede zwischen prominenten Werbeträgern und Beschäftigten in der Produktion.
Quelle:
South China Morning Post – „Game of double standards“ (1994)
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