Dienstag, 3. Dezember 2019

Schiffe sind in warmem Wasser schneller, als in kaltem.

Wärmeres Wasser kann den Reibungswiderstand eines Schiffes verringern. Unter gleichen Bedingungen kann es dadurch etwas weniger Leistung benötigen – grundsätzlich „schneller“ ist es aber nicht immer.

Hintergrund: Die Temperatur des Wassers beeinflusst tatsächlich den Widerstand eines Schiffes. Warmes Wasser besitzt eine geringere Viskosität als kaltes Wasser. Dadurch kann sich der Reibungswiderstand zwischen Schiffsrumpf und Wasser verringern.

Der Effekt ist real genug, dass die International Towing Tank Conference (ITTC) bei offiziellen Geschwindigkeits- und Leistungstests von Schiffen ausdrücklich Korrekturen für Wassertemperatur und Wasserdichte vorsieht.

Die einfache Aussage „Schiffe sind in warmem Wasser schneller“ ist trotzdem zu pauschal. Auch Wasserdichte, Salzgehalt, Tiefgang, Propeller, Wellen und viele weitere Faktoren beeinflussen die Geschwindigkeit. Unter ansonsten vergleichbaren Bedingungen kann wärmeres Wasser aber einen kleinen Vorteil beim Reibungswiderstand bringen.

Quelle:
ITTC – Preparation, Conduct and Analysis of Speed/Power Trials
https://ittc.info/media/9787/75-04-01-011.pdf

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