Freitag, 10. April 2020

Warum Adolf Hitler 1939 für den Friedensnobelpreis nominiert wurde

Adolf Hitler wurde 1939 tatsächlich für den Friedensnobelpreis nominiert – allerdings satirisch. Der schwedische Abgeordnete Erik Brandt zog die Nominierung kurz darauf wieder zurück.

Hintergrund: Die Nominierung Adolf Hitlers für den Friedensnobelpreis gehört zu den ungewöhnlichsten Episoden in der Geschichte des Preises. Eingereicht wurde sie 1939 vom schwedischen Reichstagsabgeordneten Erik Gottfrid Christian Brandt, einem erklärten Gegner des Faschismus.

Brandt wollte Hitler nicht tatsächlich mit dem Friedensnobelpreis auszeichnen lassen. Seine Nominierung war als Satire auf die damalige politische Debatte gedacht. Mehrere schwedische Abgeordnete hatten zuvor den britischen Premierminister Neville Chamberlain nominiert, weil dieser mit dem Münchner Abkommen von 1938 einen Krieg verhindern wollte. Brandt stand dieser Nominierung und Chamberlains Appeasement-Politik gegenüber Hitler sehr kritisch gegenüber.

Die satirische Absicht wurde allerdings nicht von allen verstanden. Brandt zog Hitlers Nominierung deshalb bereits am 1. Februar 1939 wieder zurück. Einen Friedensnobelpreis erhielt Hitler selbstverständlich nie – 1939 wurde überhaupt kein Friedensnobelpreis vergeben.

Quelle:
Nobel Prize – Facts on the Nobel Peace Prize

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