Bei der Geburt besitzt ein Mädchen etwa ein bis zwei Millionen unreife Eizellen. Bis zur Pubertät sinkt diese Zahl auf ungefähr 300.000 bis 400.000. Im Laufe des Lebens werden davon nur rund 400 beim Eisprung freigesetzt.
Hintergrund: Frauen werden bereits mit nahezu ihrem gesamten Vorrat an Eizellen geboren. Während der Entwicklung im Mutterleib erreicht ihre Zahl zunächst einen Höchststand von ungefähr sieben Millionen. Bis zur Geburt reduziert sich dieser Vorrat auf etwa ein bis zwei Millionen Eizellen.
Dieser Rückgang setzt sich während der Kindheit fort. Zu Beginn der Pubertät sind noch rund 300.000 bis 400.000 Eizellen vorhanden. Allerdings gelangt nur ein winziger Bruchteil davon tatsächlich zur Reife.
Während der fruchtbaren Lebensjahre findet normalerweise etwa einmal pro Menstruationszyklus ein Eisprung statt. Insgesamt werden auf diese Weise durchschnittlich rund 400 Eizellen freigesetzt. Die übrigen Eizellen gehen durch natürliche Abbauprozesse zugrunde.
Mit zunehmendem Alter nimmt nicht nur die Anzahl, sondern auch die Qualität der Eizellen ab. Zum Zeitpunkt der Menopause, die durchschnittlich um das 51. Lebensjahr eintritt, sind nur noch etwa 1.000 Eibläschen vorhanden. Die regelmässigen Eisprünge bleiben dann dauerhaft aus.
Quelle:
Cavalcante et al. (2023) – Ovarian aging in humans: potential strategies for extending reproductive lifespan
Fachzeitschrift GeroScience
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