Rund 28 Prozent der von der Weltnaturschutzunion IUCN untersuchten Arten gelten als vom Aussterben bedroht. Das sind weltweit mehr als 49.500 Tier-, Pflanzen- und andere Arten.
Hintergrund: Die Artenvielfalt unserer Erde ist zunehmend bedroht. Laut der Weltnaturschutzunion IUCN stehen mittlerweile mehr als 49.500 Arten auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Das entspricht rund 28 Prozent der insgesamt mehr als 175.900 untersuchten Arten.
Besonders kritisch ist die Situation bei bestimmten Tier- und Pflanzengruppen. So gelten etwa 41 Prozent der Amphibien, 44 Prozent der riffbildenden Korallen und 38 Prozent der Baumarten als bedroht. Bei den Säugetieren liegt dieser Anteil bei rund 26 Prozent.
Zu den wichtigsten Ursachen für den Rückgang der Artenvielfalt gehören die Zerstörung natürlicher Lebensräume, der Klimawandel, Umweltverschmutzung, Übernutzung und die Ausbreitung invasiver Arten. Besonders gefährdet sind Arten, die auf spezielle Lebensräume angewiesen sind oder sich nur langsam an Umweltveränderungen anpassen können.
Allerdings bedeutet die Zahl von 28 Prozent nicht, dass tatsächlich mehr als ein Viertel aller weltweit existierenden Arten bedroht ist. Die IUCN hat bislang nur einen Teil der bekannten Arten untersucht. Zudem werden gefährdete Arten bei der Auswahl der untersuchten Arten teilweise bevorzugt berücksichtigt.
Die tatsächliche weltweite Gefährdungsquote lässt sich deshalb noch nicht zuverlässig bestimmen. Klar ist jedoch, dass zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ohne wirksame Schutzmassnahmen langfristig verschwinden könnten.
Quelle:
IUCN Red List (2026) – Background & History
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